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Symetrie, Ähnlichkeit und Gegensatz

symetrie.jpg Wer die Nachtigall stört 2001VorschaubilderDeftiges LiebespaarWer die Nachtigall stört 2001VorschaubilderDeftiges LiebespaarWer die Nachtigall stört 2001VorschaubilderDeftiges LiebespaarWer die Nachtigall stört 2001VorschaubilderDeftiges LiebespaarWer die Nachtigall stört 2001VorschaubilderDeftiges LiebespaarWer die Nachtigall stört 2001VorschaubilderDeftiges LiebespaarWer die Nachtigall stört 2001VorschaubilderDeftiges Liebespaar

Das Bild wird von einem streng achsensymmetrischen Rahmen strukturiert.
In der Mittelfläche wird diese Symmetrie durch Ähnlichkeiten aufgebrochen, die jedoch wesentlich zum Reiz des Bildes bei­tragen. Trotz dieser Auflösungen bleibt eine formale Strenge der Gesamtstruktur erhalten.
So stehen den bunten Dreiecken links oben die bunten Kugeln rechts unten gegenüber: oben durch ein weiteres Dreieck gitterartig gefasst, unten in einer Aufreihung von Kreisen, je­doch ohne stützenden Rahmen. Oben zeigt sich eine un­ge­ordnete Vielfalt an Größen, unten hingegen einerseits an­wach­sende Durchmesser bei den grün-roten Kugeln, andererseits die absteigenden Größen der blauen Kugeln, mit dem markanten Sprung von ganz klein zu ganz groß.
Links unten wirken die Viertelkreise durch ihre Transparenz innen wie außen leicht und luftig; der schmale Pfeil gibt ihnen zudem eine funktionale Ausrichtung. Rechts oben hingegen zeigen sich schwere, farbkräftige Viertelkreise mit voluminöser Form.
Dieser Wechsel zwischen schwer und leicht setzt sich im Zentrum fort: Ein wuchtiges oranges Viereck wird durch ein luftig-leichtes Rechteck hervorgehoben, das nicht etwa umrahmt, sondern durch seine Verschiebung aus dem Zentrum einen Ausgleich im Mittelband schafft, ein Bereich, der durch die rechts positionierten, plakativ farbigen Halbkreise sonst zu einseitig wirken würde. Das weiße Quadrat lockert die Schwere des orangefarbenen Rechtecks, der asymmetrisch gesetzte Punkt setzt einen genialen Akzent.
Teilt man den Mittelteil des Bildes in drei senkrechte Zonen, erkennt man eine ausgewogene Verteilung der Schwerpunkte, wenn auch nach unten bzw. oben verschoben. Ähnliches gilt für die drei waagrechten Zonen.
Phänomenal ist, wie hier formale Struktur und zugleich das Spiel mit Gegensätzen und Ähnlichkeiten das Bild bestimmen und ein in sich stimmiges Ganzes entsteht.

Veröffentlicht am
Samstag, 22. November 2025
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